Aktuelles
13.09.2012
ADDISON-Veranstaltung in Hamburg: Die E-Bilanz und die Zukunft der EU

Vortrag von ADDISON-Geschäftsführer Andreas Hermanutz in Hamburg


Wolfgang Clement auf der ADDISON-Veranstaltung in Hamburg
Die E-Bilanz und die Zukunft der EU waren Themen einer ADDISON-Veranstaltung in Hamburg, an der rund 80 Steuerberater und Rechnungswesenspezialisten teilnahmen. Experten aus Politik, Finanzverwaltung und Softwarebranche erläuterten im SIDE Hotel Hamburg, wie sich Steuerkanzleien und mittelständische Unternehmen auf die aktuellen und zukünftigen Anforderungen vorbereiten können.
In seiner Rede „zur aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage in Deutschland und Europa“ ging der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit a. D. Wolfgang Clement nicht nur auf die derzeitigen Probleme in der Finanz- und Währungspolitik ein, sondern beleuchtete auch die längerfristigen Perspektiven. Ein Schwerpunkt seines Vortrags lag auf der Bildungspolitik. Hier gelte es, „die wichtigste Ressource, die wir besitzen, zu fördern: die Talente der Kinder und Heranwachsenden“. Einen „unerträglichen Skandal“ nannte er die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen europäischen Ländern, die auf EU-Ebene bekämpft werden müsse.
„E-Bilanz nicht unterschätzen“
Ein erfahrener Experte aus der Finanzverwaltung gab den Rat, das Thema E-Bilanz, die elektronische Übermittlung der Unternehmensbilanz an das zuständige Finanzamt, nicht auf die lange Bank zu schieben, auch wenn für das laufende Jahr noch die Regel der Nichtbeanstandung gelte. Die E-Bilanz stelle aufgrund der Umstellungsproblematiken (Besonderheiten ergeben sich insbesondere bei selbstbuchenden Unternehmen) erhöhte Anforderungen an die laufende Buchhaltung. Wie bereits bei der bisherigen „Papierbilanz“ müsse auch die E-Bilanz die Voraussetzungen des § 158 AO erfüllen, um gegebenenfalls Hinzuschätzungen zu vermeiden.
Hier geht es zur Nachberichterstattung der ADDISON Steuerberater- und Mittelstandstage 2012 in Rust, Nürnberg und Köln.